Freitag, August 18, 2017

Presseerklärung KRM zu Paris

 

Pressemeldung der Islamischen Organisationen in Deutschland    

 

Köln, 16.11.2015. Am Samstag trafen sich die 8 größten muslimischen Religionsgemeinschaften  auf Einladung des Koordinationsrates der Muslime zu einer Beratung über die Situation nach den terroristischen Anschlägen von Paris. Die vier im KRM vertretenen Religionsgemeinschaften DITIB, IRD, VIKZ und ZMD sowie die weiteren Religionsgemeinschaften AMC, IGBD, IGS und ZRMD sind sich einig in der Verurteilung der Anschläge. Der TGD, der bei dem Treffen am Samstag anwesend war, unterstützt die Haltung der Islamischen Verbände.  

Die vorliegende Erklärung der im KRM sowie der in der Deutschen Islam Konferenz (DIK) vertretenen muslimischen Religionsgemeinschaften wird von allen oben genannten Gemeinschaften sowie weiteren migrantischen Organisationen mitgetragen bzw. unterstützt.  

 

Gesellschaftlicher Zusammenhalt – jetzt erst recht  

„Wir alle sind zutiefst betroffen von den niederträchtigen und barbarischen Anschlägen in Paris. Wir sind bestürzt und entsetzt. Diese erschütternden Terroranschläge haben uns fassungslos gemacht und uns in tiefe Trauer gestürzt.  

Die Familien und Freunde der Opfer sind in tiefer Trauer. Unser Mitgefühl und Beileid gilt zuallererst den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer sowie der französischen Nation und allen, die sie sich betroffen fühlen. Wir teilen ihre Trauer. Ihr Schmerz ist  auch unser Schmerz.  

Wir teilen diese Trauer, denn auch wir sind Teil dieser Gesellschaft. So ist dieser Angriff auch ein Angriff auf uns. Terroranschläge richten sich gegen den gesellschaftlichen Frieden und die Friedliebenden. Ob sich darunter Angehörige einer bestimmten Volks-, Religions-, Weltanschauungszugehörigkeit befinden, ist Terroristen gleichgültig. Das zeigen auch die Anschläge in Syrien, in Madrid, im Irak, in London, in Marokko, in der Türkei und in Beirut.

Die Mörder von Paris irren, wenn sie glauben, sie seien die Vollstrecker eines göttlichen Willens. Terror steht in gänzlichem Widerspruch zur Barmherzigkeit Gottes. Die Terroristen sollen wissen: Im Bewusstsein der Barmherzigkeit Allahs stehen wir vereint in unserer Liebe zum Nächsten und in der Achtung vor dem Leben. Wir stehen entschlossen gegen Terror und gegen jede Form von Gewalt. Gerade in dieser schwierigen Zeit müssen wir mit allen gesellschaftlichen Kräften auch den Flüchtlingen helfen, die Zuflucht bei uns suchen. Wir müssen ihrer Stigmatisierung entgegenwirken.  

Die beste Antwort, mit der man den Absichten der Terroristen entgegentreten kann, ist es, Hass, Zwietracht und Angst nicht in unsere Herzen eindringen zu lassen. Vielmehr müssen wir aufeinander zugehen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, das Bündnis der Friedliebenden erweitern und dies demonstrativ zeigen, damit die Friedliebenden Hoffnung schöpfen können und nicht aufgeben. Denen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstören wollen, muss deutlich gezeigt werden, dass ihr Terror nicht Zerstörung, sondern Verbundenheit geschaffen hat. Unsere Antwort auf Terroranschläge muss lauten: Wir rücken noch stärker zusammen und halten unbeirrt an dem fest, was uns stark macht: unsere Religion, die Vielfalt als Segen begreift und an den freiheitlichen Werten dieser Geselschaft, die diese Vielfalt zum Erblühen bringt.

Das Gebot der Stunde ist es, die Verantwortlichen weltweit auf ihre Verantwortung hinzuweisen und sie aufzufordern, Unterdrückung, Tyrannei und Kriegen im Nahen Osten, in Afrika und überall auf der Welt mit allen Mitteln, die unsere freiheitlich und demokratischen Werte zulassen, entgegenzuwirken.

Dabei sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert. Daher werden der KRM und die hier unterzeichnenden Organisationen in den nächsten Tagen und Wochen in einen engen Austausch mit gesellschaftlichen Akteuren treten und beraten, was wir gemeinsam tun können, um die Reihen der Friedliebenden zu stärken. Uns ist dabei wichtig, die Menschen über konkrete Projekte und Aktionen zu erreichen. Es ist wichtiger denn je, den gesellschaftlichen Frieden zu stützen und zu stärken.

Der erste Anschlag in Paris im Januar hat dazu beigetragen, dass wir näher zusammengerückt sind. Jetzt werden wir unseren Kreis erweitern und die Reihen der Friedliebenden und Freiheitsliebenden verstärken!“

 

Unterzeichner sind folgende Religionsgemeinschaften bzw. Verbände: 

 

KRM Verbände:

 

DITIB – Türkisch Islamische Union  

Islamrat für die BRD  

Verband Islamischer Kulturzentren  

Zentralrat der Muslime in Deutschland

 

sowie die Verbände

 

Ahmadiyya Muslim Cemaat  

Islamische Gemeinschaft der Bosniaken  

Islamische Gemeinschaft der Schiiten  

Zentralrat der Marokkaner in Deutschland 

 

Mitunterzeichner sind:

 

Aktionsbündnis Muslimischer Frauen

Christlich Muslimische Friedens- und Dialoginitiative

Deutsch Türkische Gesundheitsstiftung

Konferenz der Islamischen Landesverbände

Union der Türkischen Caferiten in Europa

Union of European Turkish Democrats

 

Einladung zur EBRU-Kunstausstellung

 

ImageKöln, 07.01.2015: Am heutigen Tage um 11 Uhr hat sich in der französischen Hauptstadt Paris bei dem Satiremagazin "Charlie Hebdo" ein terroristischer Akt ereignet. 

Diesen grausamen Angriff auf  „Charlie Hebdo "verurteilt die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion Saarland e.V. (DITIB Landesverband Saarland e. V. ) auf das Schärfste.

Diesen Terroranschlag, bei dem insgesamt 12 Menschen, einschließlich 2 Polizisten, ihr Leben verloren und viele verletzt wurden, bewerten wir als Angriff auf die Menschheit. Dies ist niederträchtig und absolut inakzeptabel. 

Unser aller Schöpfer gebietet die Achtung seiner vielfältigen Schöpfung. Die Unverletzlichkeit des Menschen, seiner Würde und seiner Orientierung ist darin zentral. 

Wir teilen den Schmerz der Menschen in Frankreich und der Angehörigen derer, die bei diesem terroristischen Angriff ihre Leben verlorenen.

DITIB Landesverband Saarland e.V. 

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